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Die Geschichte der Stadt Dortmund reicht über 1100 Jahre zurück. Die Stadt erlebte zwei Blütezeiten, während deren sie von europaweiter Bedeutung war: einmal im 14. Jahrhundert als Vorort der westfälischen Hansestädte in der Hochphase der Städtehanse und zum zweiten Mal im 19. und 20. Jahrhundert als Zentrum der Industrialisierung im Ruhrgebiet während der Gründerzeit und danach bis zur Stahlkrise als bedeutender Standort der Montanindustrie.

Ehemals Europas Bierstadt Nummer 1. Hier kam nicht nur Stahl und Kohle her, hier produzierten auch die Hektolitermillionäre ihr phantastisches Bier. Bier aus Dortmund war auf der ganzen Welt bekannt, jede Brauerei produzierte neben dem Pils und dem Export auch noch die eine oder andere Spezialsorte. Die Stadt Dortmund teilte sich in verschiedene Bezirke ein. Jeder Bezirk trank so ziemlich "sein" Bier. Union, Thier und Kronen in der Innenstadt, Stifts in Hörde...

Das dem Besucher vielleicht heute bekannte (historische) Bergmann-Bier gab es seit den 1970ern nicht mehr. Die 1796 gegründete Braustätte wurde  irgendwann nicht mehr fortgeführt - und geschlossen.

Weitere private Brauereien fielen Gruppen wie Brau und Brunnen zum Opfer, Tiefkühlexperten brauten nun auch Bier - nun starb auch langsam der Brauereistandort Dortmund. Dortmund produzierte irgendwann nur noch "Industriebier".

Die Traditionsmarken verschwanden zum Teil komplett aus der Gastronomie und sind heute zum Teil noch als "Flaschenware" zu haben.

Gastronomiebetriebe der gehobenen Klasse vermarkten heute in Dortmund Bier aus dem Sauerland, und das ehemals so beliebte "Hövelīs Bitter" aus der Brauerei Thier bekommt man heute in Norddeutscgland am Kiosk. Gab es damals dieses Bier nur in der Stadt Dortmund - und auch noch aus echten Holzkästen -, hat das Hövelīs für mich auch nur noch Industriecharakter... Zum Glück gibt es am Brauhaus am Hohen Wall noch immer saisonale Spezialitäten.

2005 dann ein heller Stern am Biertrinkerhimmel. Es gab wieder Bergmann-Bier. Anfangs zwar noch nicht in Dortmund gebraut, nun aber wieder fester Bestandteil der Braukultur un Dortmund...


Klassisch könnte man die Brauereiführung in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs beginnen. Das "Goldene U" sieht man bereitsbei der Einfahrt in den Bahnhof. Bis in die 70er gab es neben der Dortmunder Union Brauerei noch die Ritter-, die Thier- und die Dortmunder Actien Brauerei in der Nähe der Rheinischen Straße. Heute erinnert nicht mehr viel an das ehemalige Brauereiviertel. Die Tour führt weiter über den Hohen Wall. Nach einem Besuch des nostalgischen Bergmann-Kiosks (hier gibt es für jeden Geschmack das ichtige Bier), geht es weiter zur Hövelpforte. Neben dem Hausbräu und einer interessanten Speisekarte findet man sicher auch das jeweilige Bier der Saison. Bierseminare sind im Hause Hövels möglich und sehr interessant. Nch einer entsprechenden Stärkung geht es dann weiter in den Norden, dort wird das Brauereimuseum besichtigt.

Neben dem Bier spielte auch die Kohle in Dortmund eine entscheidende Rolle. Erinnern wir uns: das Bergmann-Bier kam ursprünglich mal aus der Region Huckarde/Rahm. Werfen wir heute noch mal einen Blick zurück, erinnert sich der eine oder andere Besucher dieser Seite sicherlich noch an die Mülldeponie in Huckarde oder an die Zeche Hansa... Heute sehen wir die Seponie als renaturiertes Gebiet, die Zeche Hansa ist mit einem Teil der Anlage geblieben und dient heute als Industriedenkmal, das besichtigt werden kann. Eine Pflichtveranstaltung für jeden, der Dortmund besucht... Und danach vielleicht ein kühles Bergmann???

Auf Koks
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Jede Menge Kohle
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Antriebsrad Generator
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Antrieb
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